PTA

Pharmazeutisch-technische Assistenten

  1. Berufsbezeichnung
    1. Was macht ein(e) PTA eigentlich genau?
    2. Was Du als PTA mitbringen solltest
  2. Das Wichtigste zur PTA-Ausbildung in Kürze
    1. Allgemeine Informationen zur PTA-Ausbildung
    2. Voraussetzungen für eine PTA-Ausbildung
    3. Was lernen angehende PTA im Rahmen ihrer Ausbildung?
    4. Wo arbeite ich als PTA, und was verdiene ich?
    5. Weiterbildungsmöglichkeiten
  3. Film - PTA stellt ihren Beruf vor

Berufsbezeichnung PTA

PTA steht als Abkürzung für die Berufsbezeichnung "Pharmazeutisch-technischer Assistent" beziehungsweise "Pharmazeutisch-technische Assistentin". Diese Berufsbezeichnung existiert in Deutschland seit 1968. Damals wurde der Beruf des "Apothekerassistenten" im Zusammenhang mit einer Neuordnung der Apothekerausbildung abgeschafft. An seine Stelle trat der neue Beruf des/der PTA.

Was macht ein(e) PTA eigentlich genau?

Ursprünglich waren PTA vor allem als Assistenzkräfte vorgesehen, die die Apotheker im Labor und in der Rezeptur unterstützen. Dies gehört auch heute noch zu ihrem Aufgabenbereich. Doch inzwischen ist das Aufgabenspektrum deutlich vielfältiger und die Verantwortung der PTA größer geworden. Ganz allgemein gesagt, übst Du als PTA pharmazeutische Tätigkeiten unter Aufsicht eines Apothekers aus. Somit gehörst Du zum "pharmazeutischen Personal". Neben den Arbeiten in Labor und Rezeptur bist Du als PTA vor allem auch im Verkauf und in der Beratung tätig. Du gibst beispielsweise Arzneimittel oder kosmetische Produkte an Patienten ab und berätst sie dazu. Das Herstellen von Rezepturen für Salben oder andere Arzneimittel gehört ebenso mit zu Deinem Aufgabenbereich wie Qualitätsprüfungen bei Chemikalien und Arzneimitteln im Labor der Apotheke. Auch Dienstleistungen wie beispielsweise Blutdruckmessungen bei Patienten werden in Apotheken von PTA übernommen.

Was Du als PTA mitbringen solltest

Wenn Du Dich für eine PTA-Ausbildung und eine spätere Tätigkeit in diesem Beruf interessierst, solltest Du mit Schulfächern wie Mathematik, Chemie und Physik nicht auf Kriegsfuß stehen. Hilfreich ist es sicherlich auch, wenn Du Dir im Rahmen eines Schüler- oder Ferienpraktikums in einer Apotheke schon einmal einen Eindruck verschaffen konntest, was Dich dort konkret erwartet. Neben den rein fachlichen Qualifikationen sind vor allem eine exakte Arbeitsweise, eigenständiges Arbeiten, Serviceorientierung und hohes Verantwortungsbewusstsein gefragt. Und natürlich solltest Du gern Kontakt mit Menschen haben, Dich gut in andere hineinversetzen, gut zuhören und gut beraten können.

Das Wichtigste zur PTA-Ausbildung in Kürze

Allgemeine Informationen zur PTA-Ausbildung

Eine PTA-Ausbildung dauert aktuell zweieinhalb Jahre. Möglicherweise wird die Ausbildung im Rahmen einer Novellierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen jedoch auf drei Jahre verlängert.

Von den zweieinhalb Jahren entfallen zwei Jahre auf den theoretischen und praktischen Unterricht in einer anerkannten PTA-Schule, von denen es in Deutschland mehr als 80 gibt. Sie befinden sich teils in staatlicher, teils in privater Trägerschaft. Danach folgt ein Praktikum in einer Apotheke, das ein halbes Jahr dauert und mit einer mündlichen Prüfung beendet wird, die sich mit dem Schwerpunkt Apothekenpraxis befasst. Diese mündliche Prüfung bildet den zweiten Teil des staatlichen PTA-Examens.

Voraussetzungen für eine PTA-Ausbildung

Mindestvoraussetzung für den Besuch einer PTA-Schule ist die mittlere Reife (Realschulabschluss).

Was lernen angehende PTA im Rahmen ihrer Ausbildung?

Zu den Fächern, die an den PTA-Schulen unterrichtet werden, zählen vor allem Chemie und Physik sowie Botanik, Galenik, Arzneimittelkunde und Drogenkunde inklusive Laborarbeit und Rezepturen. Weitere wichtige Lehrinhalte sind Diätetik, Körperpflegekunde, Rechtskunde und EDV. Dazu kommt eine praktische Ausbildungskomponente in Form der so genannten Famulatur, die insgesamt 160 Stunden umfasst und die theoretische Ausbildung ergänzt. Am Ende der zweijährigen Ausbildung steht der erste Prüfungsabschnitt des PTA-Examens. Er umfasst schriftliche und mündliche Teile. Im Rahmen dieser Prüfung musst Du beispielsweise auch praktische galenische und chemisch-pharmazeutische Übungen und Übungen zur Drogenkunde absolvieren.

Wo arbeite ich als PTA, und was verdiene ich?

Der mit Abstand größte Teil der PTA arbeitet in öffentlichen Apotheken. Darüber hinaus gibt es aber noch zahlreiche weitere Tätigkeitsfelder. Dazu gehören vor allem Krankenhausapotheken und die pharmazeutische Industrie, aber auch verschiedene Untersuchungslaboratorien im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens. Auch an PTA-Schulen sind PTA im Rahmen der Aus- und Weiterbildung des Berufsnachwuchses tätig.

Wie viel Du als PTA verdienst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen kann sich das Gehalt nach einem Tarifvertrag richten, der zwischen der Apothekengewerkschaft Adexa und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken ADA oder der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein TGL ausgehandelt worden ist. Zum anderen ist auch eine außertarifliche Vergütung möglich. Aktuell liegt der monatliche Bruttoverdienst von PTA in Apotheken im Bereich von ca. 2.017 Euro für Berufseinsteiger bis ca. 2.613 Euro ab dem 15. Berufsjahr. Höhere Vergütungen sind jedoch möglich, - insbesondere dann, wenn der oder die Betreffende über eine langjährige Berufserfahrung verfügt, sich auf bestimmte Verantwortungsbereiche spezialisiert hat oder im Rahmen einer qualifizierten Fort- und Weiterbildung wichtige Zusatzkenntnisse erworben hat. Auch in Apotheken an besonderen Standorten mit hoher Kundenfrequenz und überdurchschnittlich langen Öffnungszeiten kann die Bezahlung etwas höher liegen. PTA, die im öffentlichen Dienst oder in der pharmazeutischen Industrie beschäftigt sind, verdienen je nach Position meist mehr als diejenigen, die in der Apotheke arbeiten.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Wenn Du Dich als PTA weiterbilden möchtest, gibt es dafür eine Vielzahl von Möglichkeiten. Diese solltest Du nach Möglichkeit nutzen, um Dein Fachwissen immer auf dem aktuellen Stand zu halten oder Dich für die Übernahme von besonders interessanten und möglicherweise auch höher vergüteten Aufgabenbereichen zu qualifizieren. So kannst Du Dich beispielsweise auf die Beratung von Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern oder zu bestimmten Themengebieten spezialisieren. Hierzu wird sowohl durch den Bundesverband PTA (BVpta) als auch durch das Weiterbildungsinstitut PTA (Wipta) eine breite Auswahl von zertifizierten Fortbildungskursen angeboten.

Darüber kannst Du Deine PTA-Ausbildung auch als Basis für ein anschließendes Studium nutzen, mit dem Du Dir den Zugang zu weiteren Berufsfeldern erschließt. So wird beispielsweise von der Fachhochschule Schmalkalden in Thüringen ein Studiengang "Pharmazieökonom" angeboten. Seit Herbst 2010 gibt es darüber hinaus auch noch einen Masterstudiengang "Internationaler Gesundheits- und Pharmazieökonom" an der Fachhochschule Fresenius in Idstein, die dabei mit der Universität in Cardiff (Großbritannien) kooperiert. Hieran kannst Du auch eine Promotion anschließen, um einen Doktorgrad zu erwerben.

Neben diesen Möglichkeiten wird eine PTA-Ausbildung auch gern als Zwischenschritt auf dem Weg zum Apothekerberuf genutzt, der zwingend ein abgeschlossenes Pharmaziestudium an einer deutschen Hochschule oder Universität erfordert. Eine vorherige PTA-Ausbildung und Berufstätigkeit können Dir helfen, Dir vor dem Studium schon ein möglichst realistisches Bild von den Anforderungen zu machen, die Dich dort erwarten. Auch die spätere Berufstätigkeit als Apothekerin oder Apotheker lernst Du so schon vor dem Studium aus erster Hand kennen. Wenn Du kein Abitur hast, gibt es in einigen Bundesländern auch die Möglichkeit, dennoch zum Studium zugelassen zu werden, wenn Du bestimmte Voraussetzungen erfüllst. Dazu gehören in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung - wie zum Beispiel als PTA - und praktische Berufserfahrungen.

Film - PTA stellt ihren Beruf vor